Die Vier-Tage-Woche als Erfolgsmodell?

Schreibtisch mit Lampe und Uhr

Nur vier Arbeitstage pro Woche bei vollem Gehalt – klingt zu schön, um wahr zu sein? In Island wurde dieses Arbeitszeitmodell vor einigen Jahren getestet und evaluiert. Dabei wurde deutlich, dass das Konzept funktioniert. Die Vier-Tage-Woche wird seither nahezu flächendeckend in Island umgesetzt.

Arbeitsmaterial | Vier-Tage-Woche

Gesteigertes Wohlbefinden durch kürzere Arbeitszeit

Es liegt eigentlich auf der Hand, dass das Wohlbefinden mit einer besseren Work-Life-Balance steigt. Durch eine verringerte Arbeitszeit bleibt mehr Raum für eigene Anliegen, wie nebenberufliche Projekte, die Familie oder Entspannung. Auch die langfristig angelegte Studie aus Island belegte, dass das Wohlbefinden der an der Studie beteiligten Mitarbeitenden anstiegt. Durch eine Reduzierung bei gleichbleibenden Gehalt wird auch potenziellen finanziellen Sorgen entgegengewirkt. Zudem sinkt das Risiko für gesundheitliche Schädigungen mit einer reduzierten Arbeitszeit, vielleicht auch, weil das Wochenende wieder einen größeren Erholungswert bekommt.

Mehr Leistung trotz weniger Zeit?

Die Erhebung aus Island konnte verdeutlichen, dass trotz geringerer Arbeitszeit die Arbeitsleistung stieg. In einer kurzen Umstellungsphase zu Beginn der Feldstudie, stiegt die Arbeitsbelastung zunächst kurz an. In der Folge wurden die Prozesse jedoch neu strukturiert und priorisiert, wodurch Abläufe häufig effizienter wurden. Durch eine geringere Belastung insgesamt, waren die Mitarbeitenden zudem motivierter und konzentrierter. Weniger Arbeitszeit kann auch bedeuten, dass Arbeitspakete auf mehrere Schultern verteilt werden. Durch kollaborative Arbeitsprozesse liegt so weniger Arbeitsbelastung bei jedem einzelnen.

Terminplaner und Stifte | Vier-Tage-Woche

Die Vier-Tage-Woche als Modell der Zukunft?

In Island hat die Studie mit Erfolg dazu geführt, dass die Vier-Tage-Woche inzwischen in vielen Branchen umgesetzt wird. Gleichzeitig eignet sich ohne Frage nicht jeder Sektor für ein solches Arbeitszeitmodell. Auch in Schweden wird mit dem Modell der Vier-Tage- bzw. 32-Stunden-Woche experimentiert. In Deutschland ist die 40-Stunden-Woche nach wie vor die Regel. Doch es gibt auch hier Beispiele, in denen Firmen andere Modelle erproben. Erst kürzlich hat beispielsweise die Berliner Agentur YilmazHummel, ein faires und nachhaltiges Management für Künstlerinnen und Künstler, die Vier-Tage-Woche mit einer Wochenarbeitszeit von 32 Stunden eingeführt. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen folgen.

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